Turkish Airlines
Daniel Junginger, 2019-8-3

Turkish Airlines

Wissenswertes zu Turkish Airlines

Beteiligung an australischer Fluggesellschaft: Turkish Airlines möchte sich im asiatisch-pazifischen Raum vergrössern und erwägt eine direkte Beteiligung an der australischen Fluggesellschaft „Virgin Australia“. Ein entsprechendes Angebot liegt vom chinesischen Grosskonzern HNA Group vor, der mit der Offerte den Schuldenabbau voranbringen will. Turkish Airlines hingegen zieht das Angebot in Betracht, um seine eigenen Expansionsinteressen abzusichern.

Abbestellung von Boeing: Aufgrund eines Streits um einen Kampfjet drohte die Türkei, die unter anderem für Turkish Airlines vorgesehenen Boeing-Maschinen wieder abzubestellen. Aktuell orderte die Airline beim US-amerikanischen Flugzeughersteller insgesamt 63 Maschinen des Typs Boeing 737 MAX, 24 Boeing 737 sowie drei Frachter des Typs 777. Sollte sich der Konflikt verschärfen und die Türkei infolgedessen die Bestellungen zurückziehen, drohen Boeing erneut Milliardenverluste.

Sicherheitsbilanz: Die türkische Fluggesellschaft verzeichnet in ihrem bisherigen Flugbetrieb eine bisher durchwachsene Sicherheitsbilanz. Ihren letzten grossen Flugzeugabsturz mit Todesfolge verzeichnete sie 2009 beim Landeanflug auf den Flughafen Amsterdam. Mit der Pünktlichkeit der Turkish Airlines ist es besser bestellt. Zumeist kommen die Flugzeuge der Flotte im Toleranzrahmen von 15 Minuten Verspätung an; Flugannullierungen sind seltener als bei anderen Konkurrenten zu beobachten. Ihre Pünktlichkeitsquote liegt bei 76 Prozent.