Volle Entschädigung auch bei Billig-Airlines
Elias Reichsöllner, 2018-5-6

Ex-Bachelor-Janosch und seine Kristina ärgerten sich auf Social-Media-Plattformen über etwas, was tagtäglich vielen Schweizerinnen und Schweizern passiert: „Typisch Scheiss Billig Fluggsellschafte – 5H Verspätung“ stand im Post, der offensichtlich im Wartebereich des Flughafens aufgenommen worden ist. Schlussendlich kamen sie noch weitaus später an – und beschwerten sich unter anderem über die mangelnde Informationspolitik der Airline (Blick.ch berichtet).

Für solche Fälle sieht die EU-Verordnung 261/2004 (und die dazugehörige Rechtsprechung) nebst Betreuungsleistungen am Flughafen selbst pauschale Entschädigungszahlungen vor. Für die Flugstrecke von Janosch und Kristina wären dies etwa 250 Euro – pro Person! Die Entschädigungssumme ist dabei unabhängig vom Ticketpreis geschuldet. Somit würden die beiden auch dann die volle Summe von 500 Euro erhalten, wenn sie für die Tickets etwa nur 50 Euro gezahlt hätten. Billigflieger können sich somit nicht auf den geringen Ticketpreis berufen, wenn sie die Auszahlung verweigern wollen. Wenn Fluggesellschaften wie Ryanair einen engen Flugplan planen und kaum Zeit zum Ein- und Aussteigen vorsehen, ist dies dem Risikobereich der Fluggesellschaft zuzuordnen. Für eine schlechte Planung kann nicht der Passagier verantwortlich gemacht werden! Somit sind auch bei absoluten Schnäppchen-Tickets Entschädigungszahlungen von bis zu 600 Euro zu leisten.

Haben Sie selbst bereits eine ähnliche Erfahrung gemacht und weigert sich die Airline eine Entschädigung zu bezahlen? Dann lassen Sie Ihren Flug unverbindlich von den Spezialisten von LegalFly prüfen – wir setzen Ihre Rechte gerne durch!